Politik : Bund verkauft Kalifatsstaats-Gelände

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(dpa). Der Bund will das beschlagnahmte Vereinsgelände des verbotenen islamistischen „Kalifatsstaats“ im Kölner Stadtteil Niehl verkaufen. Der Vorsteher des Bundesvermögensamtes Köln, Hans Jürgen Berns, sagte dem Münchner Nachrichtenmagazin „Focus“, der Verkaufserlös solle „nicht in den Bundeshaushalt fließen, sondern sozialen Zwecken zugeführt“ werden.

Der „Kalifatsstaat“ ist die Organisation des Islamistenführers Metin Kaplan, über dessen Auslieferung an die Türkei noch nicht endgültig entschieden ist. Der Verkauf solle aber noch vor einer eventuellen Auslieferung abgewickelt werden, hieß es. Im Kölner Stadtteil Nippes war die Zentrale des „Kalifatsstaats“ untergebracht. Das Bundesvermögensamt hat das 3200 Quadratmeter große Gelände mit dem zugehörigen Mehrfamilienhaus und einem Gebetshaus am Freitag in Anzeigen in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und am Samstag im „Kölner Stadt Anzeiger“ für 1,2 Millionen Euro angeboten. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums in Berlin konnte am gestrigen Samstag zunächst keine Auskunft zu der Angelegenheit geben.

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