• Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): Thomas de Maizière: Immer mehr Cyber-Angriffe

Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) : Thomas de Maizière: Immer mehr Cyber-Angriffe

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat vor zunehmender Cyber-Kriminalität gewarnt.

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Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU). Foto: dpa
Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU).Foto: dpa

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat bei der Vorstellung des Jahresberichts des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor zunehmenden Cyber-Angriffen gewarnt und auf die zunehmenden Risiken für Wirtschaft und Gesellschaft hingewiesen. Dabei nahm der Innenminister ausdrücklich Bezug auf das Konzept Industrie 4.0, also einer starken Vernetzung von Produktion und IT. Hier müsse die Indistrie von vorneherein auf mehr Cyber-Sicherheit sorgen. Er betrachte mit Sorge, dass viele Unternehmen nicht ausreichend auf Sicherheitsaspekte achten würden.

Vor allem Unternehmen werden immer häufiger Opfer von Cyberangriffen. Das geht aus dem am Donnerstag vorgestellten Jahresbericht des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hervor, über den Reuters berichtet. "Besorgniserregend ist die Bedrohung durch Cyber-Sabotage", schreibt das BSI. Die Zahl sehr umfassender, langfristiger Attacken auf Firmen auch zur Industriespionage durch sogenannte Advanced Persistent Threats (APT) steige stark an.

Dabei handelt es sich um zielgerichtete Angriffe gegen bewusst ausgewählte Einrichtungen, bei denen sich ein Angreifer dauerhaft, aber oft unentdeckt Zugriff auf ein Computernetzwerk verschafft. Oft steckten dahinter Staaten oder die organisierte Kriminalität. "Die Zahl der Angriffe auf industrielle Produktionsanlagen steigt", schreibt auch Bundesinnenminister Thomas de Maiziere im Vorwort des Berichts. "Hierdurch entstehen neue betriebs- und volkswirtschaftliche Risiken."

Fahrlässiger Umgang von Mitarbeitern in Firmen

Gründe für die steigende Zahl von Angriffen sind unter anderem auch die zunehmende Vernetzung der Abläufe in und zwischen Firmen, Schwächen in der Software sowie fahrlässiger Umgang von Mitarbeitern mit der Datensicherheit. Das BSI warnt, dass dies gerade für Unternehmen in sensiblen Bereichen wie Energie, Medien oder Finanzen ein Problem sei. Erinnert wird an die durch einen Cyber-Angriff teilweise lahmgelegte französische Sendergruppe TV5Monde. Bei den im Februar 2015 bekanntgewordenen Attacken gegen einige osteuropäische Banken sei zudem ein Schaden von bis zu einer Milliarde Dollar entstanden, weil sich Hacker Zugriff auf Konten und Transaktionen verschaffen konnten. (mit Reuters)

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