Politik : Bundesnachrichtendienst beharrt auf Umzug nach Berlin

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Berlin Bundesregierung und der Bundesnachrichtendienst (BND) halten daran fest: Die Zentrale des BND soll von Pullach nach Berlin umziehen. Allen Befürchtungen über eine Kostenexplosion für den dazu nötigen Neubau zum Trotz. Bei der Vorstellung des architektonischen Entwurfs des Neubaus am Montag sagte der Geheimdienstkoordinator im Bundeskanzleramt, Ernst Uhrlau, er lehne einen Verzicht auf den Umzug ab. Kein Geheimdienst der Welt sei so weit von Parlament und Regierung entfernt wie der BND. Jetzt werde „ein Stück Normalität“ vollzogen.

Erst vor kurzem hatte der Bundesrechnungshof auf Antrag der Union einen geheim gehaltenen Bericht über die zu erwartenden Kosten für den Umzug erstellt. Ursprünglich war von Baukosten in Höhe von etwa 720 Millionen Euro und zusätzlichen 470 Millionen Euro für die technische Ausstattung und den Umzug ausgegangen worden. Nach den bisher bekannten Zahlen aus dem geheimen Bericht müssen jetzt etwa 1,5 Millionen Euro angesetzt werden. Andere Angaben gehen von bis zu 1,7 Millionen Euro aus. Dazu erklärte nun das Bundesbauministerium, es werde dafür Sorge tragen, dass die vereinbarten Baukosten eingehalten werden. babs

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