Bundespräsident : Rätselraten um Köhlers Kandidatur

Bundespräsident Horst Köhler will nach Informationen der "Bild"-Zeitung weitere fünf Jahre an der Spitze des Staates bleiben. Er soll dafür auch die Unterstützung von Angela Merkel haben. Köhlers Sprecher wollte die Meldung aber nicht bestätigen.

Horst Köhler
Horst Köhler. -Foto: dpa

BerlinKöhler wolle ein zweites Mal kandidieren, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Regierungs- und Parteikreise. Köhler habe in den vergangenen Wochen bei mehreren turnusgemäßen Gesprächen mit den Parteichefs breite Unterstützung von CDU/CSU, FDP und SPD erhalten, kurz vor Ostern zuletzt auch von Kanzlerin Angela Merkel, schrieb das Blatt in seiner Samstagausgabe. "Sie steht voll hinter ihm", zitiert die Zeitung ein Mitglied der CDU-Spitze.

Horst Köhler selbst hält sich weiterhin bedeckt, ob er eine zweite Amtszeit als Bundespräsident anstrebt. "Von einer Entscheidung ist nichts bekannt", sagte sein Sprecher Martin Kothé am Samstag.

Breite Unterstützung

Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle hatte Köhler bereits Mitte März zu einer zweiten Amtszeit ermuntert. Auch die Generalsekretäre Ronald Pofalla (CDU) und Hubertus Heil (SPD) hatten übereinstimmend Köhlers Amtsführung gelobt.

Köhler hat angekündigt, sich etwa ein Jahr vor dem nächsten Wahltermin am 23. Mai 2009 über eine mögliche Kandidatur für eine zweite Amtszeit zu äußern. Er war 2004 mit den Stimmen von Union und FDP gegen die SPD-Kandidatin Gesine Schwan gewählt worden. Seit längerem wird davon ausgegangen, dass Köhler sich um den 23. Mai 2008 herum - den Tag des Grundgesetzes - erklären wird. Bisher ist noch offen, ob die SPD wieder einen eigenen Kandidaten aufstellt. (ae/feh/dpa)

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