Bundespräsident : Union: Köhler soll weitermachen

Führende Politiker haben sich für eine zweite Amtszeit des Bundespräsidenten ausgesprochen. Auch die Deutschen sind mehrheitlich dafür. Der 64-Jährige schweigt dazu bisher.

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Hält sich mit Voraussagen über eine zweite Amtszeit noch bedeckt: Horst Köhler. - Foto:ddp

Berlin/ Hamburg Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) sagte der "Bild"-Zeitung, Köhler gebe Politik und Gesellschaft wichtige Denkanstöße, erfreue sich großer Beliebtheit in Deutschland und hohen Ansehens in aller Welt. "Ich fände es prima, wenn er sich erneut zur Wahl stellen würde", sagte Koch.

CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer sagte dem Blatt: "Deutschland fährt sehr gut mit Horst Köhler als Bundespräsident." Er wisse nicht, was einer zweiten Amtszeit entgegenstehen sollte.

Der CDU-Parlamentarier Jürgen Klimke sagte, Köhler demonstriere besonders in Zeiten politischer Konfrontation Ruhe, Kompetenz und Gespür für die echten Bedürfnisse der Menschen. Und die CDU-Abgeordnete Antje Blumenthal der Zeitung: "Ich würde es mir wünschen, wenn er sich für eine zweite Amtszeit zur Verfügung stellt."

Die Union stellt nach jetzigem Stand die meisten Vertreter in der Bundesversammlung, die den Präsidenten wählt. Köhler war 2004 als Kandidat von Union und FDP Staatsoberhaupt geworden. Seine Amtszeit endet im Mai 2009.

Bislang hat sich Köhler noch nicht zu einer erneuten Kandidatur geäußert. Nach einer Umfrage aus dem August vorigen Jahres wollen aber 78 Prozent der Deutschen Köhler auch über das Jahr 2009 hinaus im Berliner Amtssitz Schloss Bellevue sehen. (ut/ddp/dpa)

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