Bundespräsidentenwahl in Österreich : Vorteil Norbert Hofer

Ein PR-Kraftakt hievte Alexander van der Bellen scheinbar ins Präsidentenamt. Doch jetzt muss Österreich noch mal wählen. Für den Grünen-Kandidaten dürfte es schwer werden. Ein Kommentar.

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Seine FPÖ war vor Gericht erfolgreich: Norbert Hofer.
Seine FPÖ war vor Gericht erfolgreich: Norbert Hofer.Foto: Lisi Niesner/dpa

Nur Minuten nachdem der Verfassungsgerichtshof bekannt gegeben hatte, dass die Stichwahl zwischen dem FPÖ-Mann Norbert Hofer und Alexander van der Bellen von den Grünen wiederholt werden muss, begann der Wahlkampf in Österreich erneut. In den Sozialen Medien dokumentieren Menschen per Profilbild wieder ihre Unterstützung für Hofer oder „VdB“ und in den Medien wird über die finanzielle Potenz der Kandidaten spekuliert.

Auch beim dritten Wahlgang dürfte es knapp werden. Die Beteiligung an der Stichwahl war mit 72,7 Prozent überdurchschnittlich hoch. Eine nennenswerte Mobilisierung von Nichtwählern wird es nicht geben. Ein Lagerwechsel ist bei derart unterschiedlichen Programmen ebenfalls unwahrscheinlich.

Der knappen Wahl Van der Bellens zum Bundespräsidenten ging zudem ein PR-Kraftakt voraus: Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltungsindustrie trommelten für seine Wahl. Ob ihm eine Wiederholung dieser Kampagne gelingt, ist fraglich. Zumal den Hofer-Wählern vor Augen geführt wurde, wie schmerzhaft es ist, so knapp zu verlieren, während die Unterstützer von Van der Bellen nun für etwas kämpfen müssen, wessen sie sich schon sicher glaubten.

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Bundespräsidentenwahl in Österreich ist ungültig
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