Bundesrat : Renten steigen um 1,1 Prozent

Ab 1. Juli bekommen Deutschlands Rentner mehr Geld. Der Bundesrat passt die Bezüge damit außerplanmäßig an. Im nächsten Jahr könnte es weitere Erhöhungen geben.

BerlinDie 20 Millionen Rentner in Deutschland erhalten ab 1. Juli 1,1 Prozent höhere Altersbezüge. Der Bundesrat billigte am Freitag in Berlin ohne Aussprache die vom Bundestag im Mai beschlossene außerplanmäßige Rentenanhebung. Ursprünglich war eine Steigerung von lediglich 0,46 Prozent vorgesehen.

Die große Koalition hatte jedoch beschlossen, die Renten 2008 und 2009 stärker zu erhöhen, als dies nach bisheriger Rechtslage möglich wäre. Dazu wird der sogenannte Riester-Faktor in der Rentenformel ausgesetzt, der die Erhöhung dämpfen würde. Die ausgesetzten Stufen der "Riestertreppe" sollen 2012 und 2013 nachgeholt werden.

2009 sind neue Erhöhungen möglich

Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums erhält ein Rentner in Westdeutschland damit bei 45 Beitragsjahren mit durchschnittlichen Rentenversicherungsbeiträgen 13,05 Euro mehr im Monat. Ohne die Maßnahme wären es knapp 5,44 Euro gewesen. 2009 sei Modellrechnungen zufolge zudem eine Erhöhung der Renten um rund zwei Prozent möglich.

Die Rentenbeiträge sollen den Koalitionsplänen zufolge 2012 von derzeit 19,9 Prozent der Bruttoeinkommen auf 19,5 Prozent sinken. 2013 soll der Satz bei 19,1 Prozent liegen. (mpr/ddp)

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