BUNDESREGIERUNG : Kritik an Spekulationen über Euro-Austritt

Die Bundesregierung hat deutliche Kritik an Äußerungen des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi zu einem möglichen Austritt seines Landes aus der Euro-Zone geübt. Es sei ein „im negativen Sinne fantastischer Gedanke, dass Italien aus dem Euro austreten könnte“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. „An einer solchen Entwicklung“ habe die Bundesregierung kein Interesse. „Wir haben allerdings auch überhaupt keine Anzeichen, dass verantwortungsvolle Kräfte in Italien an einen solchen Schritt denken“, sagte Seibert. Berlusconi, der im November 2011 abgetreten war und sich 2013 erneut um das Amt des italienischen Regierungschefs bewerben will, hatte am Dienstag über einen Austritt seines Landes aus dem Euro gesprochen.

Dies halte er für möglich, sollte die Europäische Zentralbank keine expansive Geldpolitik betreiben, sagte er. Zuvor hatte Berlusconi Ministerpräsident Mario Monti, der das Amt abgeben will, vorgeworfen, eine „zu deutschlandzentrierte Politik betrieben“ zu haben. AFP

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben