Bundestag : Bisky tritt nochmal an

Der Vorsitzende der Linkspartei, Lothar Bisky, hält seine Kandidatur für das Amt des Bundestags-Vizepräsidenten aufrecht. Vorwürfe einer Stasi-Verstrickung wies der Chef der umbenannten PDS erneut zurück.

Berlin - «Ich trete noch mal an», sagte Bisky am Donnerstag im Deutschlandfunk. Er war am Dienstag bei der Wahl der Vizepräsidenten drei Mal gescheitert. Bisky ließ offen, ob er bei einer erneuten Niederlage weiter kandidieren werde. «Ich muss über das, was ich tue, dann selber entscheiden und ich könnte auch ganz flott entscheiden, aber es geht ja auch um ein Amt des Vorsitzenden der Linkspartei und das werde ich nicht beschädigt übergeben», sagte er. «Ich muss nicht unbedingt Vizepräsident des Bundestages sein.»

Bisky erklärte sich bereit, sich noch einmal von der Stasi-Unterlagen-Behörde überprüfen zu lassen. «Meinetwegen, das können die machen», sagte er und befürwortete zudem eine freiwillige Überprüfung aller 54 Mitglieder der Linkspartei-Fraktion.

Auch Union und FDP sind für eine generelle Stasi-Überprüfung. Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) sagte der «Netzeitung»: «Wir empfehlen als CDU/CSU-Bundestagsfraktion jeder Kollegin und jedem Kollegen, sich einer solchen Überprüfung zu stellen.» (tso/dpa)

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