Bundestag : Rentenerhöhung um 1,1 Prozent

Mehr Geld für 20 Millionen Rentner: Der Bundestag hat die außerplanmäßige Rentenanpassung um 1,1 Prozent beschlossen. Stichtag für die Erhöhung ist der 1. Juli. Der Riester-Faktor wird für zwei Jahre außer Kraft gesetzt.

Der Bundestag hat am Donnerstag mit den Stimmen der großen Koalition der außerplanmäßigen Rentenerhöhung zugestimmt. Die Bezüge der rund 20 Millionen Rentner steigen dadurch zum 1. Juli um 1,1 Prozent. Die Rente erhöht sich demnach um mehr als das Doppelte dessen, was den Rentnern nach der geltenden Rentenformel zustehen würde. Ursprünglich war eine Steigerung von lediglich 0,46 Prozent vorgesehen.

Riester-Faktor wird ausgesetzt

Erreicht wird dies durch die Aussetzung des dämpfenden "Riester-Faktors" für zwei Jahre. Dadurch wird es auch 2009 eine höhere Rentenanpassung geben - die Rede ist von etwa 2 Prozent. Dies kostet zusammen etwa 12 Milliarden Euro bis 2012. Geplante Beitragssenkungen verzögern sich dadurch.

Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums erhält ein Rentner in Westdeutschland damit bei 45 Beitragsjahren mit durchschnittlichen Rentenversicherungsbeiträgen 13,05 Euro mehr im Monat. Ohne die Maßnahme wären es knapp 5,44 Euro gewesen. 2009 sei Modellrechnungen zufolge zudem eine Erhöhung der Renten um rund zwei Prozent möglich.

Der Bundesrat wird sich voraussichtlich am 13. Juni mit der Vorlage befassen. Das Gesetz zur Rentenanpassung 2008 bedarf jedoch nicht der Zustimmung der Länderkammer.(sgo/ddp/dpa)

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