Bundestagswahl 2013 : Linkspartei: Steinbrück soll auf Kanzlerkandidatur verzichten
04.01.2013 09:12 UhrAngesichts der jüngsten Äußerungen des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück über das seiner Meinung nach zu geringe Gehalt des deutschen Regierungschefs hat der Linken-Vorsitzende Bernd Riexinger Steinbrück einen Verzicht auf die Kandidatur nahe gelegt. „Alles spricht für einen Rückzug von Peer Steinbrück“, sagte Riexinger der „Berliner Zeitung“ (Freitagsausgabe). Steinbrück sei „als Kanzlerkandidat offenkundig chancenlos“.
Riexinger warb zugleich für eine Öffnung der SPD „für ein Linksbündnis“.
Wenn die SPD sich für ein solches Bündnis öffne, gäbe es laut Riexinger einen „Befreiungsschlag“ für alle Kräfte „diesseits der Union“ und eine „personelle und inhaltliche Wahl“ zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und einem „sozialen Politikwechsel“.
Steinbrück hatte der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ gesagt: „Ein Bundeskanzler oder eine Bundeskanzlerin verdient in Deutschland zu wenig - gemessen an der Leistung, die sie oder er erbringen muss und im Verhältnis zu anderen Tätigkeiten mit weit weniger Verantwortung.“ Diese Äußerungen Steinbrücks hatten auch parteiintern Kritik hervorgerufen.
Von der Kritik unbeeinflusst, startet die niedersächsische SPD heute gemeinsam mit Steinbrück in die heiße Phase des Landtagswahlkampfs. Gemeinsam mit Niedersachsens SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil will Steinbrück die
Siag Nordseewerke besuchen und sich bei Geschäftsführung und Betriebsrat über die Lage bei dem insolventen Windkraft-Zulieferer informieren. Am Abend wollen Weil und Steinbrück gemeinsam bei einer Wahlkampfkundgebung in Emden auftreten. (dpa/afp).
















