Bundestagswahl : Grüne schrumpfen auf 9 Prozent

So schlecht waren die Umfragen für die Grünen seit vier Jahren nicht mehr: Laut einer neuen Forsa-Erhebung ist die Öko-Partei auf einen einstelligen Wert abgestürzt. Zulegen konnten dagegen Linke und FDP.

Fraktionschef Jürgen Trittin sieht sich mit dem niedrigsten Umfrageergebnis seit 2009 konfrontiert. Können die Grünen das noch drehen?
Fraktionschef Jürgen Trittin sieht sich mit dem niedrigsten Umfrageergebnis seit 2009 konfrontiert. Können die Grünen das noch...Foto: dpa

Die Chancen stehen nicht schlecht für Angela Merkel, nach der Bundestagswahl am 22. September erneut zur Bundeskanzlerin gewählt zu werden. Das verspricht zumindest die jüngste Umfrage von Forsa. Als große Verlierer zeigt sich Jürgen Trittins Partei "Die Grünen", welche erstmals seit langem auf unter zehn Prozent abstürzen. Damit liegen sie sogar noch hinter der Links-Partei, welche auf 10 Prozent kletterte.

Im sozialen Lager konnte somit nur die SPD ein Wachstum verzeichnen. Sie kletterten auf 25 Prozent. CDU/CSU liegen bei 39 Prozent, mit nur einem Verlustpunkt. Koalitionspartner FDP dagegen gewann einen Punkt und klettert auf 6 Prozent. Damit liegt Schwarz-Gelb unverändert mit 45 Prozent hauchdünn vor der Opposition aus Rot-Rot-Grün, die auf 44 Prozent kommt. Die euro-kritische „Alternative für Deutschland“ fällt um einen Punkt auf 3 Prozent. Ebenfalls bei 3 Prozent liegt die Piratenpartei. 28 Prozent der Bürger wollen laut Forsa nicht an der Wahl teilnehmen oder sind noch unentschlossen. Die statistische Fehlertoleranz beträgt plus/minus 2,5 Prozentpunkte.

Besieht man jedoch die persönlichen Werte der Kandidaten Steinbrück und Merkel, verbesserten sich die Umfragewerte von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Wenn die Deutschen ihren Kanzler direkt wählen könnten, würden sich 26 Prozent für den Sozialdemokraten entscheiden. Das sind drei Punkte mehr als in der Woche zuvor. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) verliert drei Punkte, erhält mit 52 Prozent aber immer noch doppelt so viel Zustimmung wie ihr Herausforderer.

Gelingt es Kanzlerin und CDU-Vorsitzenden Angela Merkel die Wahl erneut für sich zu entscheiden, wird sie bald die Regierungschefin mit der drittlängsten Amtszeit in der Bundesrepublik sein. Länger als die CDU-Chefin haben nur die beiden CDU-Kanzler Konrad Adenauer und Helmut Kohl durchgehalten. (dpa,AFP)

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