Bundestagswahl : Umfragen: Mehrheit für Schwarz-Gelb

Union und FDP sind nach der rot-grünen Wahlschlappe in Nordrhein-Westfalen in der Wählergunst gestiegen. Rund 45 Prozent der Bürger wollen Umfragen zugolge nach der vorgezogenen Bundestagswahl von einer schwarz-gelben Koalition regiert werden.

Berlin (24.05.2005, 15:23 Uhr) - Dies ergaben Befragungen, die die Meinungsforschungsinstitute Infratest dimap und die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag von ARD und ZDF am Montag vornahmen. Nur noch ein gutes Viertel der Bürger wünschte eine Fortsetzung der Koalition von SPD und Grünen im Bund.

Wären die Bundesbürger an diesem Sonntag zu einer Neuwahl des Bundestags aufgerufen, würden sich wie bei der jüngsten ARD- Sonntagsfrage 46 Prozent für die Union entscheiden, ermittelte Infratest für ARD-Deutschlandtrend. Die SPD erreichte 30 Prozent und damit einen Punkt mehr. Die Grünen und die FDP würden je einen Punkt verlieren und auf sieben Prozent der Stimmen kommen. Die PDS zöge mit fünf Prozent (plus 1) als Fraktion in den Bundestag ein.

Die Forschungsgruppe Wahlen fragte für das ZDF-Politbarometer nach der politischen Stimmung. Danach legen CDU/CSU im Vergleich zu Ende April zwei Punkte zu und kommen auf 50 Prozent. Die SPD gewinnt einen Punkt und kommt auf 29 Prozent. Die Grünen fallen um vier Punkte auf sechs Prozent, die FDP erreicht 7 Prozent (plus 1). Die PDS bleibt mit 4 Prozent unverändert.

Könnten die Bürger den Bundeskanzler direkt wählen, lägen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und seine wahrscheinliche Herausforderin, CDU-Chefin Angela Merkel, in der Wählergunst mit 45 und 44 Prozent nach der ZDF-Umfrage praktisch gleichauf. Bei der ARD lag Schröder dagegen mit 42 Prozent vor Merkel (34). Hier votierten die Befragten mit großer Mehrheit gegen einen Wechsel von CSU-Chef Edmund Stoiber in ein Ministeramt in Berlin. 73 Prozent meinten, er solle Ministerpräsident in Bayern bleiben. (tso)

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