BUNDESVERSAMMLUNG : Kandidat für das „nationale Spektrum“

Olaf Rose
Olaf RoseFoto: dapd

Seine Biografie erinnert an die von Horst Mahler, auch wenn der um einiges älter ist als Olaf Rose (54). Der Historiker, den die NPD als Kandidaten für die Wahl des Bundespräsidenten nominiert hat, war in jungen Jahren ein Linker – mit allem was dazugehört: Zivildienst zum Beispiel. Auch Otto Schily zählte einst zu seinen Bekannten, wie Rose bei „abgeordnetenwatch.de“ bekannte, als er selbst 2009 für den Bundestag kandidierte. Da hatte er längst erkannt, dass sein „Platz eher im rechten, nationalen Spektrum liegt“, wie er in einer NPD-Presseerklärung zitiert wird. Geboren im Sauerland, lebt Rose heute in der Sächsischen Schweiz und vertritt die NPD im Stadtrat von Pirna. Die NPD-Landtagsfraktion in Sachsen führt den „im nationalen Lager allseits geschätzten Geschichtsforscher“als parlamentarischen Berater.

Rose promovierte 1992 an der Hamburger Bundeswehrhochschule mit einer Arbeit über Clausewitz. Seit Anfang der 90er Jahre fiel er durch Publikationen in rechten Medien auf; unter anderem vertritt er die These, Rudolf Heß sei 1987 im Gefängnis ermordet worden, um die wahren Hintergründe seines „Friedensfluges“ 1941 nach Großbritannien zu verschleiern.

Zu aktuellen Themen beantwortete Rose 2009 bei „abgeordnetenwatch“ Bürgerfragen. Inzwischen „Bundeswehroffizier aus Einsicht“ lobt Olaf Rose da etwa die Wehrpflicht, wegen der „körperlichen Ertüchtigung weiter Kreise“. Wer„bis zu seinem 25. Lebensjahr zwei Kinder gezeugt hat und diese gemeinsam mit seiner Ehefrau verantwortungsvoll erzieht“, solle aber vom Dienst befreit werden. uls

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