• Bundeswehr beklagt schlechte Ausrüstung: Verteidigungsministerium berät über notwendige Rüstungsprojekte

Politik : Bundeswehr beklagt schlechte Ausrüstung: Verteidigungsministerium berät über notwendige Rüstungsprojekte

Darüber seien sich die Spitzenmilitärs und hohe Beamte des Verteidigungsministeriums bei einer am Freitag in Berlin beendeten internen Beratung einig gewesen, war aus Teilnehmerkreisen zu erfahren. Die Bundeswehr müsse im Zusammenhang mit der größten Reform in ihrer Geschichte von Grund auf erneuert werden. Unter Leitung des neuen Generalinspekteurs Harald Kujat und von Rüstungsstaatssekretär Walther Stützle hatten 60 Generale und Beamte über die Zukunft der Bundeswehr beraten.

Bei der Tagung ging es um mehr als zehn Großbeschaffungen. Darunter fallen vor allem das europäische "Großraum-Transportflugzeug A400M" (zwölf Milliarden Mark), das die völlig veralteten Transall- Maschinen ablösen soll. Weiter ging es um diekostenträchtige Beschaffung des Jagdflugzeuges "Eurofighter" (23 Milliarden Mark) und den geplanten Kampfhubschrauber "Tiger", von dem die Bundeswehr 80 Stück im Wert von sechs Milliarden Mark anschaffen will. Zur Debatte steht auch der Nato-Hubschrauber NH-90, von dem eine Stückzahl von zunächst 134 vorgesehen ist. Die Kosten dafür belaufen sich auf sieben Milliarden Mark. Darüber hinaus sind noch mehrere andere kostenträchtige militärische Beschaffungen vorgesehen.

Die Rüstungsklausur sollte Empfehlungen an Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) ausarbeiten. Von der Klausur wurden jedoch keine endgültigen Ergebnisse erwartet. Die Reform der Bundeswehr, die unter anderem eine Reduzierung der Mannschaftsstärke auf 255 000 Soldaten vorsieht, soll bis 2006 abgeschlossen werden.

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