Bundeswehr : Jung dankt Soldaten für Kongo-Einsatz

Verteidigungsminister Jung hat deutschen und niederländischen Soldaten nach ihrer Ankunft in Deutschland für deren Arbeit im Kongo gedankt.

Köln/Wahn - Nach ihrer Rückkehr aus der Demokratischen Republik Kongo hat Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung (CDU) die Leistungen der Bundeswehr-Soldaten bei ihrem Einsatz in dem Land gewürdigt. "Sie haben einen schwierigen Dienst leisten müssen und die Herausforderungen mit Bravour bestanden", sagte Jung bei der Begrüßung von etwa 130 deutschen und niederländischen Soldaten auf dem Flughafen Köln/Wahn. Durch den "erfolgreichen Einsatz" seien die Wahlen im Kongo ermöglicht, das Umfeld stabilisiert und "ein Rückfall in den Bürgerkrieg verhindert" worden. Afrika sei ein Nachbarkontinent, daher sei die Stabilisierung dort auch im europäischen und deutschen Interesse.

Jung bekräftigte, dass die Bundesregierung ihr Versprechen einhalte, alle 780 Bundeswehr-Soldaten aus dem Einsatz vor Weihnachten zurück nach Deutschland zu holen. Nach seinen Worten wird die letzte Maschine am 22. Dezember landen. Jung verwies zudem darauf, dass weiterhin UN-Soldaten zur Stabilisierung vor Ort seien. Europa werde auch weiter seinen Beitrag für die Polizei- und Sicherheitsstruktur leisten. Die Fragen nach einem zusätzlichen Engagement im Sudan stelle sich derzeit nicht, sagte Jung nach der Begrüßungszeremonie.

Die ersten Bundeswehr-Soldaten waren nach dem Ablauf des Mandats für die EU-Truppe Eufor in der Demokratischen Republik Kongo am Wochenende von ihrem Einsatz nach Deutschland zurückgekehrt. Die Truppe der Europäischen Union hatte zur Aufgabe, in Kinshasa die ersten freien Wahlen im Kongo seit Jahrzehnten abzusichern. In der Hauptstadt, einer Hochburg des bei der Präsidentschaftswahl am 29. Oktober unterlegenen Jean-Pierre Bemba, war die Lage vor der Vereidigung des Wahlsiegers Joseph Kabila weiter gespannt. (tso/AFP)

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