Bundeswehr : Kosten für deutschen Einsatz am Hindukusch steigen massiv

Die Kosten für den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr werden massiv steigen. In ihrem Antrag an den Bundestag zur Verlängerung des Mandats für die internationale Afghanistan-Schutztruppe Isaf beziffert die Bundesregierung die Ausgaben für das nächste Jahr auf rund 785 Millionen Euro. 2009 waren 570 Millionen Euro veranschlagt worden.

Berlin - Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, Gründe für die Verteuerung seien gestiegene Personal- und Betriebsausgaben, Materialbeschaffung und -erhaltung sowie Infrastrukturmaßnahmen wie der Flughafenausbau am Standort des deutschen Feldlagers Masar-i-Scharif in Nordafghanistan. Der Bundestag befasst sich an diesem Donnerstag in erster Lesung mit dem Mandat, das am 13. Dezember ausläuft und bis zum 14. Dezember 2010 verlängert werden soll.

Wie am Mittwoch aus Regierungskreisen in Berlin bekannt wurde, soll die internationale Afghanistan-Konferenz Anfang kommenden Jahres in London stattfinden. Als mögliches Datum sei der 28. Januar im Gespräch. Bei dem Treffen sollen konkrete Ziele sowie nachprüfbare Teilschritte abgestimmt werden, mit denen ein Erfolg des Ende 2001 begonnenen internationalen Engagements am Hindukusch gemessen werden kann. dpa/ddp

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