Bundeswehr : Mehr Geld für KSK-Elitesoldaten

Die Bundeswehr will den Dienst für die Elitesoldaten des Kommandos Spezialkräfte attraktiver machen. Die Spezialkräfte, die unter anderem in Afghanistan eingesetzt werden, sollen mehr Geld bekommen.

BerlinZurzeit werde ein Programm zur Steigerung der Attraktivität des KSK-Dienstes erarbeitet, sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums. Nähere Einzelheiten wollte er nicht mitteilen. Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" vom Donnerstag hatte unter Berufung auf Regierungskreise gemeldet, das Verteidigungsministerium wolle die Elitesoldaten künftig besser bezahlen, sie schneller befördern und ihnen den Weg zum Berufssoldaten zu erleichtern. Das KSK kam unter anderem im Afghanistan im Anti-Terror-Kampf zum Einsatz.

Das "Attraktivitätsprogramm" ist der Zeitung zufolge erforderlich, um den seit Jahren anhaltenden Mangel an Spezialkräften zu überwinden und gleichzeitig den wachsenden Bedarf zu decken. Bisher verfüge die Bundeswehr nur über vier bis fünf Kompanien, die für den weltweiten Einsatz gegen Terroristen und für Geiselbefreiungen ausgebildet seien. Wann das KSK besser besoldet werde, sei aber noch offen, weil das Programm mit mehreren Ministerien abgestimmt werden müsse. Derzeit erhält ein Elitesoldat neben dem normalen Grundgehalt eine Zulage von 490 Euro brutto monatlich. Für Einsätze wie in Afghanistan wird zudem eine Auslandszulage gezahlt. (mit AFP)

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben