Bundeswehr : Neues Maschinengewehr passt nicht auf Panzer

Auch das neue Maschinengewehr MG5 bereitet der Bundeswehr schon jetzt Probleme: Es passt nicht auf Panzer und Geländefahrzeuge.

Die nötigen Änderungen kosten offenbar rund 50 Millionen Euro zusätzlich.
Die nötigen Änderungen kosten offenbar rund 50 Millionen Euro zusätzlich.Foto: picture alliance / dpa

Die Einführung des neuen Maschinengewehrs MG5 der Bundeswehr wird einem Medienbericht zufolge teurer als gedacht. Der "Spiegel" berichtete am Samstag unter Berufung auf das Verteidigungsministerium, die neue Waffe könne nicht ohne Anpassungen wie das Vorgängermodell MG3 auf Panzer und Geländefahrzeuge montiert werden. Die dafür nötigen Änderungen kosteten rund 50 Millionen Euro zusätzlich, hieß es demnach in Antworten des Ministeriums auf Anfragen der Grünen-Verteidigungspolitiker Agnieszka Brugger und Tobias Lindner. Warum das neue Maschinengewehr nicht so konstruiert worden sei, dass es auf die Waffenträger passe, sei unklar, berichtete der "Spiegel" weiter.


Insgesamt soll die Bundeswehr in den nächsten Jahren rund 13.000 der neuen Maschinengewehre erhalten. Als Kosten wurden rund 200 Millionen Euro veranschlagt. Erst vor einer Woche war bekannt geworden, dass sich die eigentlich ab Juni geplante Auslieferung der ersten MG5 auf das kommende Jahr verzögert. Das neue Standard-Maschinengewehr der Bundeswehr wird wie das Sturmgewehr G36 von Heckler&Koch hergestellt.

Erst am Dienstag hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mitgeteilt, dass das Standardgewehr G36 ausgemustert wird und Zehntausende neue Gewehre für die Bundeswehr beschafft werden. „Wir haben uns im Einvernehmen mit der militärischen Führung für einen klaren Schnitt entschieden“, erklärte die CDU-Politikerin am Dienstag. "Nach fast 20 Jahren G36 wollen wir eine neue Generation Sturmgewehr für die Bundeswehr beschaffen", sagte Ursula von der Leyen. Der Auftrag soll europaweit ausgeschrieben werden. Die Ministerin hatte bereits Anfang April erklärt, dass das Gewehr vom baden-württembergischen Hersteller Heckler & Koch wegen Präzisionsproblemen in seiner jetzigen Form keine Zukunft in der Bundeswehr hat. Offen war aber noch, ob die 167.000 Waffen ausgemustert oder nachgerüstet werden. (AFP/dpa)






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