Bundeswehr-Prozess : Staatsanwaltschaft legt Revision im Misshandlungs-Prozess ein

Unter den ersten vier Urteilen gab es nur eine Gefängnis-Strafe. Das reicht der Staatsanwaltschaft nicht. Auch die anderen drei Angeklagten sollen wegen versuchter Körperverletzung zur Rechenschaft gezogen werden.

MünsterIm Prozess um Misshandlungen von Rekruten in einer Bundeswehr-Kaserne in Coesfeld hat die Staatsanwaltschaft Münster gegen drei bislang ergangene Urteile Revision eingelegt. Die Rechtsmittel richten sich gegen die beiden am Montag verkündeten Freisprüche für zwei 28 und 29 Jahre alte Ex-Ausbilder und die Geldstrafe gegen einen 29 Jahre alten früheren Stabsunteroffizier aus Nottuln, der wegen entwürdigender Behandlung von Untergebenen 2400 Euro zahlen muss.

Wie Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer betonte, wird eine Verurteilung aller drei Soldaten wegen gefährlicher Körperverletzung, Misshandlung und entwürdigender Behandlung von Untergebenen angestrebt. Nach Eingang der schriftlichen Urteile werde die Staatsanwaltschaft diese prüfen und dann die Revision begründen. (mit ddp)

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