Politik : Bundeswehr schließt Posten in Afghanistan

Pul-i-Khumri - Die Bundeswehr will ihren Außenposten OP North nahe der nordafghanischen Stadt Pul-i-Khumri noch in diesem Frühjahr schließen. Das sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière am Dienstag beim Truppenbesuch auf dem Observation Post (OP) in der Unruheprovinz Baghlan. Die Schließung des Außenpostens und danach auch des größeren Feldlagers in der Nachbarprovinz Kundus im Laufe des Jahres hatte die Bundesregierung im November angekündigt.

Der Kampfeinsatz der Nato-geführten Schutztruppe Isaf soll Ende 2014 auslaufen. Danach soll ein kleinerer Nato-Einsatz sich auf die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte konzentrieren. Der OP North hatte traurige Berühmtheit erlangt, als ein afghanischer Soldat dort vor gut zwei Jahren drei Bundeswehr-Angehörige tötete. De Maizière war am Dienstag zunächst im deutsch geführten Regionalkommando der Isaf für Nordafghanistan in Masar-i-Scharif eingetroffen. Nach Angaben der Ministeriums sagte der CDU-Politiker, über die Jahre habe die Bundeswehr in Afghanistan „schwere Verluste erlitten und gelernt zu kämpfen“. Seit einem Jahr läuft der Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan. dpa

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