Politik : Bundeswehrverband will Konzept zu Afghanistan

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(dpa). Der Bundeswehrverband sieht die von der Regierung geplante Ausweitung des AfghanistanEinsatzes als nicht durchdacht an. „Ich glaube, dass die Idee, mal irgendwo 300 Soldaten hinzuschicken, eigentlich eine Alibibeteiligung ist“, sagte der Vorsitzende der Soldaten-Organisation, Bernhard Gertz, am Freitag dem Sender XXP. Zwar habe eine Ausweitung eine Signalwirkung: „Man sagt, wir bleiben nicht nur in Kabul, wir gehen auch hinaus. Aber das Risiko, das man eingeht, ist enorm hoch. Auch für die Soldaten“, warnte Gertz. Der Verband fordert ein Gesamtkonzept für die Entwicklung des Landes. Dafür sei in erster Linie der Außenminister verantwortlich, sagte Gertz. Anfang nächster Woche soll ein Erkundungsteam aufbrechen und Kundus im Norden Afghanistans auf seine Tauglichkeit als Standort für ein Wiederaufbauteam (PRT) aus Soldaten und zivilen Helfern untersuchen.

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