Politik : Bush: Die USA bleiben in Asien militärisch präsent

US-Präsident George W. Bush will eine starke US-Militärpräsenz in Asien aufrechterhalten und die US-Verbündeten in der Region durch einen Raketenschild schützen. "Wir werden weiter amerikanische Macht und Zielstrebigkeit bei der Unterstützung von den Philippinen, Australien und Thailand demonstrieren", sagte Bush am Dienstag vor dem japanischen Parlament. "Wir werden Aggressionen gegen Südkorea verhindern."

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Das Land ist die zweite Station seiner sechstägigen Asienreise. Unter anderem will Bush die entmilitarisierte Zone zwischen Süd- und Nordkorea besuchen. Die Ankunft Bushs auf dem Seouler Militärflughafen war von starken Sicherheitsvorkehrungen begleitet. In der Hauptstadt kam es zu Demonstrationen gegen die verschärfte Gangart der USA gegenüber Nordkorea. Bush hatte mit Äußerungen für Unruhe gesorgt, in denen er Irak, Iran und Nordkorea als "Achse des Bösen" bezeichnete.

In Südkorea war der Eindruck entstanden, die Politik der Annäherung zu Nordkorea könne damit untergraben werden. Nach Regierungsangaben will Präsident Kim beim Treffen mit Bush auf ein besseres Verständnis der "Sonnenscheinpolitik" Seouls hinwirken. Eine Sprecherin Kims sagte: "Präsident Kim ist sich deutlich bewusst, dass die Menschen vor allem Stabilität und Frieden haben wollen." Formell befinden sich beide Koreas noch im Kriegszustand. 37 000 US-Soldaten sind in Südkorea stationiert.

Dritte Station Bushs soll am Donnerstag und Freitag die chinesische Hauptstadt Peking sein. China kritisiert das US-Vorhaben eines Schutzschilds gegen Raketen.

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