• Bush ordnet Stationierung von Raketenabwehr an System soll 2004 einsatzbereit sein Schutz auch für befreundete Staaten

Politik : Bush ordnet Stationierung von Raketenabwehr an System soll 2004 einsatzbereit sein Schutz auch für befreundete Staaten

-

Washington (dpa). Nach langen Kontroversen beginnen die USA jetzt mit dem Aufbau einer Raketenabwehr. Präsident George W. Bush teilte am Dienstag mit, dass er die Anordnung zur Stationierung erster Systeme in Fort Greeley (Alaska) gegeben habe. Sie sollen im Jahr 2004 einsatzbereit sein. In einer schriftlichen Erklärung verwies Bush auf die neuartigen Bedrohungen durch Terroristen und so genannte Problemstaaten, auf die sich die USA vorbereiten müssten. Der Präsident betonte zugleich, dass das Pentagon Abwehrsysteme entwickeln und stationieren werde, die auch befreundete und verbündete Staaten schützen könnten. „Es ist von grundlegender Bedeutung, dass wir bei der Verteidigung gegen die Bedrohungen des 21. Jahrhunderts zusammenarbeiten“, erklärte Bush.

Der Aufbau einer Raketenabwehr zum Schutz gegen Staaten wie Irak, Iran und Nordkorea sowie gegen Terroristen gehörte zu den Hauptzielen, die Bush im Wahlkampf verkündet hatte. Die in Fort Greeley geplante Abwehr soll land und seegestützte Elemente zum Zerstören anfliegender Raketen, Patriot-Systeme und Sensoren auf dem Land, auf See und im All einschließen. Kritiker haben wiederholt geäußert, dass das Abwehrsystem noch nicht „stationierungsreif“ sei. Es ist so konzipiert, dass der Sprengkopf einer anfliegenden gegnerischen Rakete in der Luft durch Kollision mit einer Abwehrwaffe zerstört wird. Bei Tests hatte sich diese Waffe jedoch nicht rechtzeitig vor dem Zusammenprall von seiner Trägerrakete gelöst.

Vor fast genau einem Jahr hatte Präsident Bush den ABM-Vertrag von 1972 mit Moskau zur Begrenzung von Raketenabwehrsystemen gekündigt und damit den Grundstein für die Verwirklichung seines Programmes gelegt.

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben