Casdorffs Agenda : Ab heute fürs eigene Portemonnaie

Bis gestern arbeiteten die Bundesbürger in diesem Jahr rein rechnerisch für den Staat, seit heute erst fürs eigene Portemonnaie. Und die steuerlichen Belastungen steigen weiter. Die Parteien sollten handeln. Bald. Ein Kommentar.

Rein rechnerisch arbeiteten die Bundesbürger bis zum 12. Juli für die Steuer.
Rein rechnerisch arbeiteten die Bundesbürger bis zum 12. Juli für die Steuer.Foto: dpa

Was für ein Tag! Von heute an arbeiten wir für unser eigenes Portemonnaie. Nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler ist alles, was bis gestern, 14.44 Uhr, erwirtschaftet wurde, rein rechnerisch an den Staat abgeführt worden. Die sogenannte Volkswirtschaftliche Einkommensbelastungsquote liegt dieses Jahr bei voraussichtlich 52,9 Prozent. Heißt: Von jedem verdienten Euro bleiben nur 47,1 Cent. Kein Wunder, dass nach einer repräsentativen Umfrage des Verbands 77 Prozent der Bundesbürger die Belastung als „zu hoch“ empfinden. Und der Wert steigt. Damit der von Parteien nicht weiter fällt, sollten sie handeln. Bald. Rechtzeitig. Bei den Wohnkosten oder kalten Progression, wie lange schon versprochen. Sonst wird der Wahltag zum Tag der Abrechnung.

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