Casdorffs Agenda : Auch die SPD muss den Wahlkampf nun eröffnen

Nachdem klar ist, dass Merkel für die CDU in den Bundestagswahlkampf zieht, muss die SPD nun dringend nachziehen und einen Kanzlerkandidaten benennen.

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Die SPD ist dann am besten, wenn sie zeigt, wo sie herkommt.
Die SPD ist dann am besten, wenn sie zeigt, wo sie herkommt.Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Jetzt ist die SPD am Zug. Oder so: Sie muss nachziehen. Warten auf ein Wunder hilft nicht, wundern würde vielmehr, wenn sie nicht auch ihren Kanzlerkandidaten benennen würde. Und dann ran an die Menschen. "Nah bei de Leut", sagte früher Kurt Beck. Sein Credo ist zu Unrecht vergessen. Die SPD war immer dann gut, wenn sie nicht vergaß, wo sie herkommt.

Dann weiß sie nämlich auch, um Gerhard Schröders Satz für eine Strategie umzuwidmen, wo sie hinwill. Steuergerechtigkeit, Mieten und Bildung - nicht schlimm, dass sie es damit schon mal versucht hat. Die Zeit dafür ist jetzt wohl erst wirklich gekommen. Und der nächste Zug der SPD muss ihre Eröffnung sein.

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