Casdorffs Agenda : Bestimmt nicht alle AfD-Wähler sind rechtsradikal

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann warnt davor, die AfD und deren Wähler als Rechtsradikale oder Nazis zu erklären. Recht hat er.

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Werbung für Michael Müller und die AfD. Foto: REUTERS
Werbung für Michael Müller und die AfD.Foto: REUTERS

Wo er Recht hat, hat er Recht: Winfried Kretschmann, Baden-Württembergs Ministerpräsident, der als Bundespräsident gehandelt wird und auch so redet. Jetzt mahnt der Grüne, die AfD und deren Wähler nicht zu Rechtsradikalen zu erklären. Oder zu Nazis. Denn das sind sie nicht, oder bestimmt nicht alle: Viele sind nationalistisch, viele rechtskonservativ - manche aber auch verlorene Sozialdemokraten.

Die AfD sei eine Protestbewegung, sagt Kretschmann. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sollte sich diese Worte zu Herzen nehmen. Müller hatte auf Facebook geschrieben, dass ein AfD-Ergebnis zwischen zehn und 14 Prozent bei der Berlin-Wahl am kommenden Sonntag "auf der ganzen Welt als ein Zeichen des Wiederaufstiegs der Rechten und Nazis in Deutschland gewertet" würde.

Das ist die größtmögliche Warnung - hoffentlich bewirkt sie das Richtige und ruft nicht stattdessen noch mehr Protest hervor.

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