Casdorffs Agenda : Boris Palmer und die Grünen - CSU fürs Ländle

Boris Palmer und die Grünen in Baden-Württemberg könnten auch einen rechten Flügel der Union darstellen. Was für die CDU und die Kanzlerin eine Herausforderung wird.

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Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen (Bündnis 90/Die Grünen).
Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen (Bündnis 90/Die Grünen).Foto: dpa

Er will eine härtere Gangart in der Flüchtlingspolitik, einen Zaun an den Außengrenzen der Europäischen Union, bewaffnete Grenzer. Er findet, dass die „unkontrollierte Einwanderungspolitik“ beendet werden muss und mehr Menschen abgewiesen gehören. Er sagt, dass nicht die Zeit für „Pippi- Langstrumpf- oder Ponyhof-Politik“ sei.

Er, das ist nicht einer aus der konservativen Fraktion der CDU (um nur bei der zu bleiben). Nein, der so redet, ist grüner Oberbürgermeister von Tübingen: Boris Palmer. Die Grünen in Baden-Württemberg – sie sind alles in allem, von Ministerpräsident Winfried Kretschmann über Dieter Salomon, den Oberbürgermeister von Freiburg, bis hin zu Palmer, schon der rechte Flügel ihrer Partei.

Aber sie könnten auch den der Union darstellen. So eine Art CSU fürs Ländle. Was für die CDU im Südwesten eine rechte Herausforderung wird. Für Angela Merkel im Bund außerdem. Dass die sich gerade die Welt machte, wie es ihr gefällt, hat ihr bisher noch keiner nachgesagt. Auf die Idee muss einer auch erst mal kommen. Die Kanzlerin dürfte sich fühlen wie vom Pony getreten. Wie der Rest der Grünen.



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