Casdorffs Agenda : Das Durcheinander der SPD im Umgang mit der AfD

Die SPD ist sich uneins, wie sie mit der AfD verfahren soll. Das kann für die Partei und ihren Wahlkampf schlimme Folgen haben.

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Die AfD dürfte sich freuen über den Streit.
Die AfD dürfte sich freuen über den Streit.Foto: dpa

Was mal wie der Versuch einer Strategie aussah, entwickelt sich zum heillosen Durcheinander - der Umgang der SPD mit der AfD. Parteichef Sigmar Gabriel verfolgt gerade diese Linie: Wir holen die Leute ab, nicht die Funktionäre; denn die Leute können unsere sein und sich nur verirrt haben. Folgerichtig werden alle TV-Diskussionen mit AfDlern zu Einzelfallentscheidungen. Was leider schlecht zu Malu Dreyer in Rheinland-Pfalz passt.

Die SPD-Ministerpräsidentin will auf gar keinen Fall mit der AfD reden, wegen Aufwertung im Wahlkampf - und schickt nun doch Roger Lewentz, ihren Landesvorsitzenden, in eine Fernsehsendung. Mit der AfD. Warum? Weil es im Wahlkampf eben nicht anders geht.

Und das Schwert des Nordens, SPD-Bundesvize Ralf Stegner? Macht Wahlkampf, wo und gegen wen es nur geht. Auch im TV, siehe "Maischberger". Für Stegner ist keine Auseinandersetzung sowieso keine Alternative. Wenn dieser Umgang der SPD mit der AfD mal keine Folgen hat. Negative.

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