Casdorffs Agenda : Der Weg zum Frieden in der Ukraine ist noch weit

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko kommt den prorussischen Rebellen entgegen. Doch dies ist nur ein erster Schritt.

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Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff
Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas CasdorffFoto: Tsp

Wenigstens ihm soll keiner vorwerfen können, er wolle nicht Frieden halten. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko wirbt für eine Verfassungsreform, die den Rebellen im Osten des Landes mehr Autonomie zugesteht. Ziel ist, den prorussischen Aufständischen entgegenzukommen.

Das Kiewer Parlament befindet am 31. August in erster Lesung über einen Sonderstatus für die Rebellengebiete; er ist Teil des Minsker Abkommens, mit dem die Ostukraine befriedet werden soll. Schon ein Jahr dauert der Konflikt! Er hat bisher mehr als 6500 Menschen das Leben gekostet. Poroschenko glaubt, dass die militärische Bedrohung durch Russland noch Jahrzehnte anhält. Ein heißer kalter Krieg? Das hieße: Der Weg zum Frieden ist noch weit.

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