Casdorffs Agenda : Die Angst der SPD vor 20 Prozent

Die SPD muss fürchten in der Bundestagswahl auf 20 Prozent abzurutschen. Das alles auch, weil Hannelore Kraft das Momentum des Martin Schulz unterbrach. Ein Kommentar.

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SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung in Kassel.
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung in Kassel.Foto: dpa

Es kann noch immer schlimmer werden. 23 Prozent waren es 2009 - und jetzt muss die ruhmreiche Sozialdemokratie fürchten, bei der kommenden Wahl gen 20 Prozent zu rutschen. Im Willy-Brandt-Haus werden sie es niemals zugeben, aber es grassiert die Angst. Und nicht nur da. Das alles auch, weil Hannelore Kraft das Momentum des Martin Schulz unterbrach; weil sie nicht wollte, dass er, der Spitzenkandidat im Aufwind, in ihren NRW-Wahlkampf mit seinen Themen hineinfunkt. Das Ergebnis ist bekannt. Kraft ist nicht mehr Ministerpräsidentin, die SPD ein Schatten früherer Jahre. Im Nachhinein wird man sagen können: So wurden gleich zwei Wahlkämpfe verloren. Es wäre nur noch schlimmer, wenn die SPD sich und damit Schulz jetzt hängen ließe. Sie müsste ihn stützen, wie sie ihn gewählt hat: zu 100 Prozent. Noch 17 Tage bis zur Wahl.

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