Casdorffs Agenda : Die öffentlich-rechtlichen Sender - ein Trauerspiel

In der Flüchtlingskrise könnten ARD und ZDF ihre Stärke ausspielen - was sie bieten, ist ein Unglück der eigenen Art.

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Trotz der Flüchtlingskrise haben die öffentlich-rechtlichen Sender ihr Programm nicht grundlegend geändert.
Trotz der Flüchtlingskrise haben die öffentlich-rechtlichen Sender ihr Programm nicht grundlegend geändert.Foto: dpa

Alle nehmen Anteil, alle sehen das Unglück, alle wollen helfen. Fast alle. Und das Fernsehen? Das Öffentlich-Rechtliche, wie niemand sonst berufen zur Berichterstattung, zur authentischen Nachricht, live, aktuell, spielt seine Stärke im Geschehen um die Geflüchteten, Schutzsuchenden nicht aus.

Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff
Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas CasdorffFoto: Tsp

Anstatt das Programm grundlegend zu ändern, Nachrichtensender zu sein mit Reportagen und Interviews zum Beispiel, von der österreichisch-ungarischen Grenze, wo ein kleiner Ort Tausende aufnimmt, bringen sie irgendeinen zeitlosen Krimi.

Oder was auch immer. Ein Trauerspiel. Ein Unglück der eigenen Art.

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