Casdorffs Agenda : Eine Erinnerung an die Krise in Griechenland

Sollte die Türkei Tausende Flüchtlinge nach Griechenland schicken, dürfte das die dortige Krise weiter verstärken. Die Menschen dort verlieren zunehmend die Hoffnung.

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Rentner in Griechenland während einer Demonstration gegen die Sparpolitik des Landes am Montag.
Rentner in Griechenland während einer Demonstration gegen die Sparpolitik des Landes am Montag.Foto: dpa

Europa schaut nicht mehr hin. Deshalb folgt hier wieder einmal eine dringende Erinnerung an diese nahezu vergessene Krise: die Krise in Griechenland. Immer mehr Griechen verarmen. Die Versorgung der Flüchtlinge belastet die Wirtschaft zusätzlich schwer. Sollte die Türkei jetzt Tausende Schutzsuchende nach Griechenland zurückschicken, verschlechtert sich die Lage weiter. Vor allem Familien leiden.

Privathaushalte werden deutlich höher besteuert, zugleich sind die Renten um 30 Prozent gefallen. Für viele der arbeitslosen Familien ist die Rente der Eltern aber das einzige Einkommen. Nun verlieren sie auch das. Der griechische Staat kann den Familien nicht helfen. Die Organisation SOS-Kinderdörfer warnt aktuell, dass die Menschen zunehmend die Hoffnung verlieren: "Die Selbstmordrate steigt stetig." Das darf Europa nicht zulassen. Es muss hinschauen und handeln.

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