Casdorffs Agenda : Eine(r) muss Tusk in der Flüchtlingsfrage widersprechen

Donald Tusk, EU-Ratspräsident, hat eine eher restriktive Haltung zum Flüchtlingsthema. Jemand sollte ihm widersprechen. Angela Merkel tut das - auf ihre Weise. Ein Kommentar.

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EU-Ratspräsident Donald Tusk ist für eine restriktivere Flüchtlingspolitik.
EU-Ratspräsident Donald Tusk ist für eine restriktivere Flüchtlingspolitik.Foto: REUTERS

Donald - der Name verspricht Verdruss. Unterschiedlichen, aber immerhin. Der eine, Donald Trump, ist der in Amerika. Er geht an die politische Agenda heran, auch ans Flüchtlingsthema, dass vielen seiner aufgeklärten Landsleuten der Mund offen stehen bleibt oder ihnen die Widerworte fehlen. Der andere, Donald Tusk, der polnische Europäer, geht jetzt in einer Weise restriktiv ans Flüchtlingsthema auf dem alten Kontinent heran, dass er dringend in dieser Woche weiterer Widerworte bedarf.

Trump bekommt schon einiges von Hillary Clinton zu hören, Tusk von Angela Merkel. Aber die - weil sie anders als Clinton regiert - kann es sich leisten, das nicht mit einer öffentlichen Anklage zu verbinden. Und wahrscheinlich ist das klug. Es schafft nicht noch mehr Verdruss. Denn Tusk ist doch schon ein anderer Donald.

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