Casdorffs Agenda : Europa als Friedensprojekt

Seit 71 Jahren ist in Europa Frieden. Das sollten wir mehr wertschätzen und schützen - vor allem mit Blick auf den heutigen EU-Gipfel.

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An der griechisch-mazedonischen Grenze geht es nicht weiter. Die Balkanroute bleibt gesperrt.
An der griechisch-mazedonischen Grenze geht es nicht weiter. Die Balkanroute bleibt gesperrt.Foto: Kay Nietfeld/dpa

"Wer an Europa verzweifelt, der sollte die Soldatenfriedhöfe in Europa besuchen." Das sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker kürzlich und beschrieb die Europäische Union als Friedensprojekt nach dem Zweiten Weltkrieg. Ja, das ist lange her, denkt man, und was sagt uns das heute? Nun, angesichts der Herausforderungen durch Flüchtlinge aus dem Nahen und Mittleren Osten erinnert es daran, dass unser alter Kontinent seit 71 Jahren in Frieden lebt, so lange wie nie zuvor.

Tagesspiegel-Chefredakteur Stefan-Andreas Casdorff
Tagesspiegel-Chefredakteur Stefan-Andreas CasdorffFoto: Mike Wolff

Ja, es gibt immer noch Konflikte, die viel zu viele Menschenleben kosten, Bürgerkriege und versteckte Kriege wie den zwischen Russland und der Ukraine. Aber das, was Europa erlebt hat, mit Abermillionen Toten - das sollte allen schon helfen, wertzuschätzen, was wir haben, es zu schützen, zu erhalten und noch besser zu machen. Ein Friedensprojekt eben. Es darf nicht enden. Das ist die Verantwortung von heute. Und heute ist der nächste EU-Gipfel.

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