Casdorffs Agenda : Flüchtlinge zum Wiederaufbau in der Heimat befähigen

Das Beste, was für Flüchtlinge getan werden kann, ist eine Ausbildung. Sie ist ihnen in vielerlei Hinsicht nützlich. Auch und vor allem zu Hause. Vorschläge dazu gibt es.

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Sprachkurse sind der Einstieg in eine Ausbildung - hier Flüchtlinge aus Syrien, Eritrea, Iran und Irak in Halle/Saale.
Sprachkurse sind der Einstieg in eine Ausbildung - hier Flüchtlinge aus Syrien, Eritrea, Iran und Irak in Halle/Saale.Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Neue Ansätze in der Flüchtlingsfrage sind dringend nötig, wie wir aktuell sehen. Zwei gibt es hier und gratis - von diesem Mitdenker-Duo: Hans-Friedrich von Ploetz (er war Nato-Botschafter) und George Turner (ehemals Berliner Wissenschaftssenator). Die erste Idee: Nicht alle Schutzsuchenden wollen bleiben, aber vielleicht zur Befriedung ihrer Heimat beitragen. Dazu kann eine Ausbildung im europäischen Rahmen, wie bei den multinationalen Korps der Bundeswehr, dienlich sein.

Auch politisch wäre das hilfreich, für die Integration und die Vermittlung von Werten. Zweite Idee: Wiederaufbau in der Heimat der Flüchtlinge muss geleistet werden. Einen deutschen Partner gibt es schon - das Technische Hilfswerk. Es hilft bei Katastrophen aller Art. Auch mit dem ließe sich eine Ausbildungsmission vereinbaren. Beide Ansätze gehören auf die Flüchtlingsagenda der Bundesregierung. Sie muss sie nur wollen.

Einen guten Morgen wünscht
Ihr Stephan-Andreas Casdorff, Tagesspiegel-Chefredakteur


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