Casdorffs Agenda : Für Donald Trump ist Politik wie ein Ausflug zu Disney World

Der kleine Donald möchte bitte aus dem Politik-Spielparadies abgeholt werden. Der US-Präsident gefährdet viele Menschen in vielen Ländern. Da kann auch Cinderella-Ivanka nicht mehr helfen. Ein Kommentar.

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Gefährdet viele Menschen: US-Präsident Donald Trump bei einem Besuch in Saudi-Arabien. Foto: Reuters
Gefährdet viele Menschen: US-Präsident Donald Trump bei einem Besuch in Saudi-Arabien.Foto: Reuters

Donald Trump auf Nahost-Tour, begleitet von Mitgliedern der Familie. Immer wieder erweckt er den Eindruck, als sei für ihn Politik ein Ausflug zu Disney World, mit ihm als staunendem Kind. 70 Jahre und kein bisschen weise? Wenn es doch einen gäbe, der oder die ihm beibrächte, dass Politik nicht so ist, wie sich Klein-Donald das vorstellt: Reden, Protzen, Prahlen und lautmäulig Einschüchtern, damit am Ende ein Deal herauskommt. Es geht nicht um Show.

Diplomatie ist auch kein Spielcasino. Wer in der US-Politik eine Pleite hinlegt, gefährdet viele Menschen in vielen Ländern. Eines, wo es in dieser Hinsicht schnell existenziell wird, steht jetzt auf seiner Agenda: Israel. 20 Minuten hat Trump mit Premier Benjamin Netanjahu telefoniert, offiziell zur Vorbereitung, inoffiziell wegen Indiskretionen gegenüber den Russen, die einen beim "Islamischen Staat" eingeschleusten Spion betreffen sollen.

Auch den jordanischen König Abdullah II. hat er angerufen. Ob Trump sich etwas sagen lässt? In Disney World könnte das Cinderella übernehmen, in der wahren Welt - Ivanka? Sie begleitet hat ihn auf seinem Ausflug. Wenn die Tochter ihren Vater erziehen könnte, wäre es zum Staunen.

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