Casdorffs Agenda : Fußball in Zeiten des Terrors: Zeichen, die wirken

Deutschland spielt heute gegen Hannover. Hätte die DFB-Elf stattdessen nach London zur französischen Mannschaft fliegen sollen? Oder nach Paris?

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Die Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Die Partie gegen Holland als Zeichen gegen die Angst?
Die Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Die Partie gegen Holland als Zeichen gegen die Angst?Foto: dpa

Ganz schwierig ist die Situation danach, die nach diesem Freitag, dem 13. Wie reagieren, um zu zeigen, dass sich die freiheitliche Gesellschaft, die Zivilgesellschaft, nicht einschüchtern lässt und zugleich angemessen Anteil nimmt? Nous sommes Paris: Das ist fern dieser Stadt einfacher gesagt als getan. Nous sommes unis, wir sind vereint: Das ist ein hoher Anspruch, der sich heute auch an den DFB richtet. Der DFB will sich gegen den Terror mit einem Zeichen zur Wehr setzen, wie Interims-Präsident Rainer Koch sagt. Dieses Zeichen soll das Länderspiel in Hannover gegen die Niederlande sein. Es hätte ein anderes sein können. Wie auch der "Spiegel" sagt: Wenn die Nationalspieler ins Londoner Wembleystadion gegangen wären, um Solidarität mit der französischen Equipe zu demonstrieren. Oder wenn sie noch einmal nach Paris gekommen wären, um dort ihr Mitgefühl zu zeigen. Beides hätte angesichts der Zusammensetzung des deutschen Teams weit hinein in die Gesellschaft gewirkt. In Frankreich. Ob das Signal von Hannover wirken wird? Wollen wir hoffen.

Einen guten Morgen wünscht
Ihr Stephan-Andreas Casdorff, Tagesspiegel-Chefredakteur

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