Casdorffs Agenda : Giftgas in Syrien: Gabriel muss Putin überzeugen

Russland als Verbündeter des Assad-Regimes trägt eine besondere Verantwortung. Putin muss von Assad abrücken - und Sigmar Gabriel ihn dazu bewegen.

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Demonstration von "Adopt a Revolution" vor der russischen Botschaft in Berlin.
Demonstration von "Adopt a Revolution" vor der russischen Botschaft in Berlin.Foto: Maurizio Gambarini/dpa

"Der Giftgasangriff in Syrien ist ein barbarisches Kriegsverbrechen. Die Verantwortlichen des Assad-Regimes für diese Barbarei müssen zur Verantwortung gezogen werden. Und es darf keine Kumpanei mit dem Assad-Regime geben - auch nicht im Kampf gegen die Terroristen des sogenannten Islamischen Staates." - Worte wie Schläge. Worte des Chefdiplomaten Sigmar Gabriel.

Wenn ihnen Taten folgen sollen, dann sind es andere, als sie bisher je ernsthaft diskutiert wurden. Richtig ist: Russland als Verbündeter des Assad-Regimes trägt eine besondere Verantwortung. Und muss sich im Weltsicherheitsrat ehrlich machen - was heißt: Von Assad abrücken. Giftgaseinsätze verurteilen. Für freie Wahlen und Demokratie in Syrien eintreten. Da hat Gabriel noch eine große Aufgabe vor sich, wenn er Wladimir Putin überzeugen will. Viel Zeit bleibt nicht.

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