Casdorffs Agenda : Matthias Müller muss sparen

Der Abgas-Skandal wird dem Konzern teuer zu stehen kommen. Eine große Herausforderung für den neuen VW-Chef, der heute vor den Mitarbeitern spricht.

von
Der neue VW-Chef Matthias Müller tritt am Dienstag erstmals vor die Belegschaft.
Der neue VW-Chef Matthias Müller tritt am Dienstag erstmals vor die Belegschaft.Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Da rollt was auf Volkswagen zu. Der neue Chef, Matthias Müller, muss sich der Belegschaft stellen. Das wird heiß. Denn die Mitarbeiter wollen bestimmt wissen, was die Finanzabteilung an Spielräumen sieht für den Fall, dass der Abgasskandal dramatischere Folgen auf die Kasse haben sollte als bisher erwartet. Rating-Herabstufungen, Absatzeinbrüche, unerwartet hohe Strafzahlungen - alles ist drin. Noch nicht enthalten: die Ausgaben für Nachbesserungen an bis zu 11 Millionen Autos.

Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff
Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas CasdorffFoto: Tsp

Die flüssigen Mittel des Konzerns liegen nach dem gerade beschlossenen Verkauf von Anteilen an LeasePlan und Suzuki bei etwa 25 Milliarden Euro. Dennoch könnte es eng werden, allein schon durch die drohenden Zahlungen in den USA. Das kann hartes Sparen bedeuten. Für alle Mitarbeiter ein Schrecken. Und für den Chef: Er muss jetzt unbedingt die Übersicht behalten und darf sich nicht von den Problemen überrollen lassen. Aber Matthias Müller kommt ja von Porsche. Da weiß er, wie man Gas gibt.

Casdorffs Agenda erscheint jeden Morgen in der Morgenlage, dem Newsletter für Politik- und Wirtschaftsentscheider, den sie hier kostenlos abonnieren können.

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben