Casdorffs Agenda : Niemals geht man so ganz

Wolfgang Bosbach, CDU-Politiker und rheinische Frohnatur, will nicht noch einem Hilfspaket für Griechenland zustimmen - für ihn ein Grund, Abschied von der Politik zu nehmen.

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Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff Foto: Tsp
Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas CasdorffFoto: Tsp

Wolfgang Bosbach, 63, ist ein Mann aus dem Leben. Erst Leiter eines Supermarkts, dann zweiter Bildungsweg, Rechtsanwalt seit 1991. Rheinische Frohnatur, konservativ, eine aussterbende Spezies in der CDU. Aus dem Bundestag nicht wegzudenken - nur denkt Bosbach selbst jetzt an einen Abschied. Noch einem Hilfspaket für Griechenland will er - nein, wird er - nicht zustimmen. Sagt er. Damit aber nicht noch mal einer kommt und wegen seiner Sperrigkeit sagt: "Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen" (Parteifreund Ronald Pofalla), will Bosbach dann gehen. Wird er? Für Rheinländer gilt der Song von Trude Herr: Niemals geht man so ganz. Wollen wir hoffen.

Einen guten Morgen wünscht
Ihr Stephan-Andreas Casdorff, Tagesspiegel-Chefredakteur


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