Casdorffs Agenda : Seehofer spielt mit dem Feuer

Das ständige Gemecker aus Bayern verlangt mal ein klares Wort: Wenn die CDU nach Bayern käme, wäre es das Aus für die CSU als Volkspartei. Ein Kommentar.

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Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) - Merkels Widersacher aus Bayern.
Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) - Merkels Widersacher aus Bayern.Foto: Gregor Fischer/dpa

Man müsste mal - ja, den Hammer rausholen. Was die CSU sich da leistet, immer diese Kritik an Angela Merkel und das Gemecker und dieses Defätistische in der Flüchtlingsfrage, alles das vertrüge eine harte Antwort.

Nach dem Motto: Schluss jetzt, sonst kommen wir über euch - in Bayern. Pläne dafür gibt es seit den siebziger Jahren. Und klar ist: Wenn die CDU nach Bayern käme, wäre es das Ende der CSU als Volkspartei und als Kraft im Bund. Da gibt es sie nur so lange, wie sie in Bayern regiert.

Horst Seehofer spielt mit dem Feuer. Vielleicht sollte ihm das mal jemand in aller Klarheit sagen: die CDU.

Einen guten Morgen wünscht
Ihr Stephan-Andreas Casdorff, Tagesspiegel-Chefredakteur

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