Casdorffs Agenda : Sigmar Gabriel ist konkurrenzlos unglücklich

Nichts will gelingen. Die Partei findet höchstens zweitbeste Lösungen und als Minister erreicht Sigmar Gabriel auch nicht viel mehr. Er muss schon zum Äußersten greifen, um seine SPD zusammenzuhalten.

von
Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff
Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas CasdorffFoto: Tsp

Deutschlands unglücklichster Parteichef? Sigmar Gabriel. Warum? Weil gegenwärtig nichts so recht gelingt. Die Umfragen für die Partei wie für ihn sind entsprechend. In der NSA-Affäre, im Braunkohle-Streit - zweitbeste Lösungen, wenn überhaupt. Und im Edathy-Ausschuss bekommt die SPD-Führung rote Ohren, bei dem, was sie über sich hört.

Gabriel selbst ist als Minister (Wirtschaft und Energie) auch nicht zur Ruhe gekommen. Nun muss er beim Streit um die Vorratsdatenspeicherung sogar mit Rücktritt drohen, um den Laden zusammen und sich an der Spitze zu halten. Gabriel kann von Glück reden, dass gerade niemand "das schönste Amt neben dem Papst" (Franz Müntefering) haben will.

Casdorffs Agenda erscheint jeden Morgen in der Morgenlage, dem Newsletter für Politik- und Wirtschaftsentscheider, den sie hier kostenlos abonnieren können.

11 Kommentare

Neuester Kommentar