Casdorffs Agenda : Sind wir nicht alle ein bisschen Bosbach?

Wolfgang Bosbach ist ein wirklicher Volksvertreter. Deshalb ist er überall beliebt, selbst bei der Opposition. Die Frage ist nur, ob die Wähler seinen Rücktritt verstehen.

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Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff
Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas CasdorffFoto: Tsp

Wir hatten das doch schon mal: Wolfgang Bosbach kündigt seinen Rücktritt an. Nun, jetzt geht er - aber nur ein bisschen. Er geht nicht als CDU-Abgeordneter, sondern als Vorsitzender des Innenausschusses im Bundestag. Dieses Amt gibt Bosbach auf wegen der Griechenland-Politik.

Ob seine Wähler das verstehen? Trotzdem dürften sie froh sein. Wie manch anderer. Sogar bei den Linken wird er gelobt. Seine kritische Stimme würde ja auch fehlen. Denn Bosbach ist ein wirklicher Volksvertreter. Und dieses Volk ist ja auch nicht immer konsequent bis ins Letzte. Sind wir nicht alle ein bisschen Bosbach?


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