Casdorffs Agenda : Trumps Kampf gegen den eigenen Staat

Donald Trump ist gefährlicher als ihn die Parodien erscheinen lassen. Er verändert die USA im anarchischen Sinn.

von
Anti-Trump-Aktivisten in New York mit Trump-Masken während der 32sten April Fools’ Day Parade am 1. April.
Anti-Trump-Aktivisten in New York mit Trump-Masken während der 32sten April Fools’ Day Parade am 1. April.Foto: AFP

Und was, wenn Donald Trump viel, viel gefährlicher ist, als die lustigen Parodien von Alec Baldwin im Fernsehen ihn erscheinen lassen? In den USA fangen sie ganz allmählich an, darüber nachzudenken. Denn er führt einen Kampf gegen alles Staatliche; das ist eine Veränderung im anarchischen Sinn. Institutionen, wie die USA sie kennen, sollen geradezu zersetzt werden, um sie dem eigenen Willen dienlich zu machen.

Das Außenministerium mit seinen unendlich vielen unbesetzten Stellen ist ein Beispiel dafür. Es ist nicht so, dass die Trump-Administration keine Leute fände; Aufstiegswillige gab es zu allen Zeiten. Die Schwächung der demokratischen Ordnung und Organisation zugunsten einer einfacheren Weltsicht, der Trump-Bannon-Sicht, ist das Ziel.

Zu dem passt die Stärkung des Militärs besser. Dazu das, was Trump sonst noch so veranstaltet, inklusive seiner schrillen Massenkommunikation - was noch keine Ideologie ist, kann noch eine werden. Wenn das mal nicht gefährlich ist.

Casdorffs Agenda erscheint jeden Morgen in der Morgenlage, dem Newsletter für Politik- und Wirtschaftsentscheider, den sie hier kostenlos abonnieren können.

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

8 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben