Casdorffs Agenda über Brasilien : Olympia, die Mücke und das Zika-Virus

Das Zika-Virus bedroht Brasilien - wo im August Olympische Spiele stattfinden. Experten sehen keine Gefahr. Und das Land setzt großflächig Chemikalien zur Abwehr ein.

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Arbeiter gehen in Rio de Janeiro mit Desinfektionsmittel gegen Moskito-Nester vor.
Arbeiter gehen in Rio de Janeiro mit Desinfektionsmittel gegen Moskito-Nester vor.Foto: Marecelo Sayao/dpa/EPA

Zika, das neue Schreckenswort. Noch nicht so schrecklich wie Ebola, aber ein Virus, das es in sich hat. Übertragen von einer Mücke. Die Weltgesundheitsorganisation ist alarmiert, ruft den weltweiten Notstand aus.

1,5 Millionen Menschen sind infiziert - in Brasilien. Ausgerechnet! In Rio finden vom 5. bis 21. August die Olympischen Spiele statt. Die Gefahr für schwangere Frauen ist nachgewiesen. Für andere? Keine, sagen Experten.

"Die Spiele finden im brasilianischen Winter statt, nicht die bevorzugte Jahreszeit für die Stechmücken", sagt IOC-Präsident Thomas Bach. Er fürchtet nicht, dass Athleten absagen. Brasilien setzt aber vorsichtshalber 220.000 Soldaten ein, um die Insektennester auszurotten. Mit Chemikalien.

Na ja, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Einen guten Morgen wünscht
Ihr Stephan-Andreas Casdorff, Tagesspiegel-Chefredakteur

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