Casdorffs Agenda : Wer zu früh geht, den bestraft das Leben

Der Irakkrieg lehrt: Wer zu früh geht, den bestraft das Leben. Deshalb ist es besser, bis auf Weiteres in Afghanistan zu bleiben.

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US-Soldaten werden auch in nächster Zeit in Afghanistan bleiben. Das kündigte US-Präsident Barack Obama an.
US-Soldaten werden auch in nächster Zeit in Afghanistan bleiben. Das kündigte US-Präsident Barack Obama an.Foto: AFP

Es ist andächtig still. Bischöfin Margot Käßmann predigt im Berliner Dom. "Nichts ist gut in Afghanistan", sagt sie - der Widerhall, der politische, ist laut. Empörung hallt durchs Land. Das war am 1. Januar vor fünf Jahren. Und wenn sie es heute sagen würde? Besser ist es vielleicht in all den Jahren nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA geworden - gut nicht. Da ist noch viel zu tun. Darum bleiben die US-Truppen länger in stärkerer Zahl; deshalb wird das Afghanistan-Mandat der Bundeswehr verlängert werden.

Deren Einsatz hat etwa zwei Milliarden Euro pro Jahr gekostet. Der Auftrag geht über einen Akt der Selbstverteidigung der freien Welt lange hinaus. Und ein anderer Krieg, der Irakkrieg, lehrt aktuell: Wer zu früh geht, den bestraft das Leben. Besser ist es, bis auf Weiteres in Afghanistan zu bleiben. Am Ende soll es doch viel sein, was gut wird.

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