Politik : Castor: Transport nach Lubmin rollt noch im Mai

Der Transport des Castors mit den letzten Brennelementen aus dem vor mehr als zehn Jahren stillgelegten DDR-Kernkraftwerk Rheinsberg in das Zwischenlager Lubmin soll offenbar am 9. Mai stattfinden. Die Polizei habe sich auf den Einsatz vorbereitet, sagte ein Sprecher des brandenburgischen Polizeipräsidiums Oranienburg am Dienstag in Rheinsberg. Das Präsidium Oranienburg verhängte ab sofort ein Verbot nicht angemeldeter Versammlungen und Demonstrationen im Umfeld des Kernkraftwerks sowie entlang der Transportstrecke zum Brennelemente-Zwischenlager Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern. Das Verbot endet am 13. Mai, spätestens dann soll der Transport im Zwischenlager eingetroffen sein.

Der Castor-Transport ist der grösste Polizeieinsatz in der Geschichte Brandenburgs. Voraussichtlich mehr als 6000 Polizisten und Beamte des Bundesgrenzschutz (BGS) sollen vor allem Bahngleise und Autobahnen vor Blockaden schützen. Auf dem Gelände des stillgelegten ältesten deutschen Kernkraftwerks befinden sich vier transportbereite Behälter mit Brennstäben. Der genaue Verlauf der Fahrtstrecke wird geheim gehalten, allerdings gibt es zwischen dem KKW Rheinsberg und dem Zwischenlager Lubmin eine durchgehende Bahnstrecke. Die Castoren werden von der bundeseigenen Energiewerke Nord AG (EWN) befördert, die auch die Strahlung laufend kontrolliert. Ende März hatte das Bundesamt für Strahlenschutz den Transport bewilligt. Die Kosten samt polizeilicher Absicherung sollen bei bis zu 45 Millionen Mark liegen.

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