Politik : CDU fühlt sich von der CSU provoziert

Rüttgers und Wulff verlangen ein Ende der „Querschüsse“

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Berlin/Leipzig (dpa). Unmittelbar vor dem Leipziger CDUParteitag ist der Streit über die Sozialreformen im Unionslager wieder voll entbrannt. Dabei warfen führende CDU-Politiker der Schwesterpartei CSU – und insbesondere deren Sozialexperten Horst Seehofer – falsche Profilierung vor und rieten zur Mäßigung bei Kritik an den CDU- Konzepten. Die beiden stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Jürgen Rüttgers und Christian Wulff sprachen eindeutige Warnungen aus an die bayerische Schwesterpartei. Rüttgers forderte die CSU auf, weiteren „Querschüsse“ zu unterlassen. Wulff sagte: „Ich rate der CSU, uns nicht zu reizen und es mit ihrer Profilierung zu übertreiben.“

Unionsfraktionsvize Friedrich Merz (CDU) warnt seine Partei im Vorfeld des Parteitags vor einer neuen Patriotismusdebatte. Gleichzeitig bezichtigt er Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) des Chauvinismus. „Die CDU hat keinen Nachholbedarf in Sachsen Patriotismus. Der Ausschluss eines Kollegen aus der Fraktion ist der schlechteste Anlass für eine solche Debatte“, sagte Merz dem Nachrichtenmagazin Focus. Es werde aber andere Anlässe geben, „beispielsweise die national-chauvinistischen und europafeindlichen Sprüche des Kanzlers“, die deutsche Finanzpolitik werde nur in Berlin gemacht.

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