Politik : CDU in Sachsen stellt sich demonstrativ hinter Milbradt

Dresden/Leipzig - In der Krise der sächsischen Landesregierung bemüht sich die CDU um Geschlossenheit. Der CDU-Landesvorstand und die Kreisvorsitzenden der Partei schlugen am Montag Ministerpräsident Georg Milbradt einstimmig zur Wiederwahl als Parteivorsitzender am 15. September vor. Dies sei ein Signal für Stabilität und Geschlossenheit“, sagte Generalsekretär Michael Kretschmer. Milbradt war nach dem Notverkauf der Landesbank Sachsen LB in die Kritik geraten. Er kündigte noch am Dienstag eine Kabinettsumbildung an.

Auch Kanzleramtsminister Thomas de Maizière (CDU), der als möglicher Nachfolger Milbradts gehandelt wurde, stellte sich hinter den Regierungschef. „Ich will einen Beitrag zur Stabilisierung der Situation und zur Stabilisierung Georg Milbradts als Ministerpräsident und Parteivorsitzender leisten“, sagte der frühere Dresdner Innenminister der „Sächsischen Zeitung“. Der stellvertretende CDU-Chef und Kultusminister Steffen Flath appellierte an den Landesparteitag, Milbradt Mitte September zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2009 zu küren. Unterdessen sprachen sich neben Linksfraktion und FDP erstmals auch die Grünen für Neuwahlen aus. Wie die „Leipziger Volkszeitung“ berichtete, will SPD-Fraktionschef Cornelius Weiss aus Unmut über die CDU aufhören. AFP/ddp

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